Der Brexit

An der Außenstelle Nabburg referierte am 21. November 2016 Herr Dipl.-Politologe Karst Pfeifer aus München über das Thema: „Der Brexit“. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Hanns-Seidel-Stiftung. Herr Pfeifer informierte die drei teilnehmenden Klassen WBA 11, WIN 12b und MKM 13 ausführlich über die Ursachen und Hintergründe, die dazu führten, dass am 23. Juni dieses Jahres 51,9 % der Bürger von Großbritannien für die Austritt aus der EU stimmten. Den Ausführungen von Herr Pfeifer zufolge, war für den Wahlausgang verantwortlich:

 Ø  der Populismus  - wie zuletzt auch in den USA –

Ø  das taktische Wählen

 Ø  die Wettprognosen, die viele junge Menschen veranlassten, nicht zur Wahl zu gehen

Herr Pfeifer zeigte auch die Analyse der Wahlergebnisse bzgl. Gebiet und Alter der Wähler auf.
Deutlich wurde, dass je älter die Wähler waren, desto mehr stimmten sie für den Austritt. Schottland, Nordirland und London haben sich eindeutig für den Verbleib ausgesprochen. Derzeit wird in Großbritannien geklärt, wie der Austritt gesetzlich zu erfolgen hat und ob das Parlament erneut über den Brexit abstimmen muss. Bis dato liegt der EU noch kein Antrag von seitens Großbritannien für den Austritt vor. Sollte es zum Austritt tatsächlich kommen, müssen die Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien neu ausgehandelt werden. Hierzu gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Je nach Ergebnis dieser Verhandlungen werden sich daraus wirtschaftliche und politische Folgen ergeben, die sowohl für die EU als auch für Großbritannien von Nachteil sein werden.  Problematisch sieht Herr Pfeifer allerdings die politischen Konsequenzen. Falls der Ausstieg Großbritanniens aus der EU zu „günstig“ ist, um die wirtschaftlichen Folgen abzuschwächen, steigt die Gefahr der Nachahmung.  Nicht nur in Frankreich gibt es erste Stimmen in diese Richtung sondern auch in Deutschland. So fordert z. B. die AfD in ihrem Grundsatzprogramm die Stärkung der Nationalstaaten und forciert die Rückkehr zu einer reinen Europäischen Wirtschaftsunion. Letztendlich würde dies den Zerfall der heutigen EU bedeuten. Herr Pfeifer wies die Schüler und Schülerinnen daher ausdrücklich daraufhin, sich für die bevorstehende Wahl in Deutschland nicht vom Populismus leiten zu lassen, sondern sich mit den Programmen der Parteien und den Fakten zu beschäftigen. Insgesamt zeigte der Vortrag den Schüler und Schülerinnen auf, wie komplex die Wirtschaft und die Politik in unserer globalen Welt verknüpft ist und wie wichtig es ist, sich nicht von Populismus leiten zu lassen und zur Wahl zu gehen.

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