Naturschutz

Neunburg vorm Wald. Wie jedes Jahr im Herbst waren auch heuer wieder Schülerinnen und Schüler der Außenstelle Neunburg des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller Schwandorf im Einsatz für die Natur tätig. Die Auszubildenden zum Forstwirt und die Schüler des Berufsgrundschuljahres Fachrichtung Agrar beschäftigten sich sowohl theoretisch im Unterricht als auch praktisch im Gelände mit dem Themenfeld Landschaftspflege. „Nach der Vermittlung der theoretischen Grundlagen in der Schule sind die einzelnen Klassen dann in die nähere und weitere Umgebung von Neunburg ausgeschwärmt, um selbst Hand anzulegen.“, erklärte Günter Dirnberger, der Leiter der Außenstelle.

Drei Klassen der 12. Jahrgangsstufe mit Auszubildenden zum Forstwirt aus ganz Bayern bewältigten auf ihren Pflegeflächen mit den Lehrkräften Armin Wild, Leonhard Riedmeier und Tino Gmach und den begleitenden Forstwirtschaftsmeistern ein großes Pensum. So waren die angehenden Forstwirte im Naturschutzgebiet „Prackendorfer und Kulzer Moos“ als Artenschützer unterwegs und verbesserten die Lebensbedingungen für Reptilien durch die Entfernung von störenden Sträuchern. Wieder aufgewachsene Kiefern waren im neuen Naturschutzgebiet bei Bodenwöhr abzuschneiden und auszureißen, damit ebenfalls Reptilien und auch die Heidelerche zukünftig wieder bessere Lebensbedingungen vorfinden. Im schon seit über 10 Jahren von der Berufsschule mit betreuten „Taubenwiesbachtal“ mähten die Forstschüler nasse Wiesen. Weiterhin entfernten die Schüler im Naturschutzgebiet „Pfahl“ bei Fuhrn im Bereich um den Hirschbergaussichtsturm und in einem alten Steinbruch einige Bäume und Sträucher. Neu war das Freischneiden eines Wasserfalls am Goldsteig bei Hammerkröblitz. Auch am Naturdenkmal „Druidenstein“ bei Kröblitz wurde der aufgekommene Jungwuchs entfernt. In beiden Fällen soll auch der freie Blick auf die Objekte gewährleistet werden.

Angehende Landwirte der 10. Klasse pflegten eine Feuchtfläche in der Nähe von Häuslern bei Schwarzhofen, die durch eine fehlende Mahd ihre ökologische Funktion als Pufferfläche und Lebensraum für selten gewordene Tiere und Pflanzen verlieren würde. Mit Balkenmäher, Freischneider und Handrechen war Fläche mit Unterstützung der betreuenden Landwirtschaftsmeister schnell bearbeitet.

„Viele dieser Maßnahmen würden ohne das außerordentliche Engagement der Neunburger Berufsschule vermutlich nicht so umgesetzt werden können“, stellte Gebietsbetreuer Markus Kurz vom Naturparkverein Oberpfälzer Wald fest und bedankte sich für die geleistete Arbeit bei Außenstellenleiter Günter Dirnberger, seinen Lehrkräften, allen weiteren Helfern und besonders den Schülerinnen und Schüler.

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