Schule als Erlebnis - Eine neue Idee nimmt Formen an

Präsentation "Bewegung erfahren"

- Erkläre mir etwas und ich werde es vergessen
- Zeige mir etwas und ich erinnere mich
- Lass mich etwas selbst ausprobieren und ich werde es lernen

Getreu diesem Motto hat man an der Berufsschule Schwandorf den Versuch unternommen, praxisorientierten Unterricht zu gestalten. Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA) abweichend von einem durch Lehrplan bestimmten Unterricht Schule einmal anders erleben zu lassen, war dabei die grundlegende Absicht. Was heißt das? Die von den Jugendlichen eingebrachten Ideen werden in eine Lerneinheit (Modul) umgesetzt, in der sie bestimmte fachliche und soziale Kompetenzen erwerben können. Auf diese Weise haben sich am Beruflichen Schulzentrum Schwandorf Module zu Themen wie „Bewegung erfahren“, „Bau eines Kanadiers“, „Schmiede“, „Beauty“ und „Motorradtechnik“ herauskristallisiert. 

Leichter gesagt als getan, neue Wege kosten Geld. Vorhandene Räume und Werkstätten wurden an die neuen Anforderungen angepasst, entsprechende Arbeitsmittel (Werkzeuge und Maschinen) mussten angeschafft und zusätzliches Personal gewonnen werden. Dies alles wurde erst möglich durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Globus-Stiftung. So konnten im ersten Projektjahr der Umbau und die Ausstattung der Räume durch die Schüler selbst  realisiert werden, wodurch ihnen ganz nebenbei Einblicke in verschiedene Handwerksberufe, wie den des Zimmerers, des Schreiners oder des Elektroinstallateurs ermöglicht wurden. 

 

In diesem Schuljahr nun sollen andere Form des Lernens und Erlebens in den Mittelpunkt gestellt werden. Erlebnisorientierter Unterricht findet Ausdruck in Unternehmungen wie „Expedition ins Unbekannte“, „Bootswandern“, „Hochseilgarten“, „Navigation in unbekanntem Terrain“ und „Modellbau“, um nur die wichtigsten Bereiche zu nennen und soll vor allem die sozialen Fähigkeiten der Jugendlichen wie Teamkompetenz, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit stärken. In intensiven Dialogen der Modulkoordinatoren mit den Jugendlichen entwickelten sich Präsentationen der einzelnen Module, wie z.B. über das Mountainbike-Modul „Bewegung erfahren“.

Im kommenden Schuljahr 2009/10 ist beabsichtigt, die medientechnischen Fertigkeiten, aber auch die Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler Medienprodukten gegenüber zu schärfen. Sie werden in verschiedenen noch zu entwickelnden Projekten in die Rollen des Radio-Journalisten, des Filmemachers, des Drehbuchautors, aber auch des Schnitt- und Tontechnikers schlüpfen. 

Das JoA-Team des Beruflichen Schulzentrums bedankt sich herzlich für die finanzielle Unterstützung dieser neuen pädagogischen Idee und vor allem für das Vertrauen in unsere Arbeit als Pädagogen.

Werner Nagler

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