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Ausbildung zum/zur Forstwirt/-in

 

Der Beruf des Forstwirts ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Berufsausbildung ist durch das Berufsbildungsgesetz und die Verordnung über die Berufsausbildung zum Forstwirt/in geregelt.

 

Ausbildungsdauer

Im Regelfall dauert die Ausbildung zum Forstwirt drei Jahre. Sie verkürzt sich auf zwei Jahre, wenn der Auszubildende eine Abschlussprüfung in einem anderen Ausbildungsberuf bereits bestanden hat oder eine Verkürzung durch besondere schulische Qualifikationen gerechtfertigt ist.

 

Orte der Ausbildung

Die Ausbildung wird von den Ausbildungsbetrieben, den Waldarbeitsschulen bzw. der Waldbauernschule und der Berufsschule getragen.

1. Ausbildungsbetriebe

Den überwiegenden Teil der Ausbildung verbringt der Auszubildende im Ausbildungsbetrieb. Als Ausbildungsbetrieb kommen staatliche, kommunale oder private Forstbetriebe in Frage, wenn sie als Ausbildungsbetrieb anerkannt sind.

Vor Beginn der Ausbildung wird ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und bei entsprechender persönlicher Eignung ist eine Weiterbeschäftigung möglich.

2. Forstliche Bildungszentren/Waldbauernschule

Praxisbezogene Ausbildungsinhalte, die an den Ausbildungsbetrieben nicht vermittelt werden können, übernehmen sog. überbetriebliche Ausbildungsstätten. Das sind für die staatlichen Forstbetriebe die Forstlichen Bildungszentren Nürnberg (Buchenbühl) und Laubau (bei Ruhpolding) und für die nichtstaatlichen Forstbetriebe die Bayerische Waldbauernschule Goldberg (bei Kelheim). Hierfür finden in der Regel pro Jahr drei- bis vierwöchige Ausbildungslehrgänge statt.

3. Berufsschule

Der forstliche Berufsschulunterricht erfolgt für alle Auszubildenden Bayerns als Blockunterricht in Neunburg v.W., als Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums. Dazu besuchen die Schüler gemäß Blockplan den Unterricht aufgeteilt in Blöcke mit in der Regel zwei bis vier Wochen:

 

10. Klasse 12 Wochen

11. Klasse 10 Wochen

12. Klasse 10 Wochen

Unterrichtsstunden je Blockwoche sind in der Stundentafel ersichtlich.

Stundentafel

 

Die Stundentafel zeigt die Stunden je Blockwoche und Unterrichtsfach.

 

Unterrichtsfach

Stunden je Blockwoche

Stunden je

Blockwoche

 

10. Klasse

11. und 12. Klasse

Religion/Ethik

3

3

Deutsch

4

3

Sozialkunde

3

4

Sport

2

2

Waldwirtschaft und Landschaftspflege

15

14

Holzernte und Forsttechnik

10

11

Wirtschaftslehre

2

2

 

 

Da es sich um einen Landessprengel handelt und die Schüler in der Regel nicht in zumutbarer Zeit nach Hause fahren können, bietet das Kreisschülerheim Unterkunft und Verpflegung an. Die Kosten werden dabei überwiegend vom Staat getragen.

Die Berufsschulzeit endet mit dem schriftlichen Teil der Abschlussprüfung.

 

Ausbildungsinhalte

Gemäß der Verordnung über die Berufsausbildung zum Forstwirt werden Kenntnisse und Fertigkeiten in folgenden Fachbereichen vermittelt:

1. Ausbildungsbetrieb, betriebliche Zusammenhänge und Beziehungen

Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

Berufsbildung

Arbeits-, Tarif- und Sozialrecht

soziale Beziehungen

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Ausbildung

Umweltschutz

2. Organisation und Abläufe betrieblicher Arbeit

Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen; Beschaffen und Auswerten von Informationen

Planen, Vorbereiten und Kontrollieren der Arbeiten

Erfassen und Beurteilen betriebs- und marktwirtschaftlicher Zusammenhänge

3. Waldbewirtschaftung, Forstproduktion

Begründen und Verjüngen von Waldbeständen

Schützen von Waldbeständen

Erschließen und Pflegen von Waldbeständen

Jagdbetrieb

 

4. Naturschutz und Landschaftspflege

Erhalten, Schützen und Entwickeln besonderer Lebensräume

Anlegen und Pflegen von Schutz- und Erholungseinrichtungen

5. Ernte und Aufbereitung von Forsterzeugnissen

Ernten von Holz und anderen Forsterzeugnissen

Sortieren und Vermessen von Holz

Bringen und Lagern von Holz

6. Forsttechnik

Handhaben, Warten und Instandsetzen von Maschinen und Geräten

Be- und Verarbeiten von Holz und anderen Werkstoffen

 

Prüfungen

Zwischenprüfung

Nach dem ersten Ausbildungsjahr ist an der Waldbauernschule eine Zwischenprüfung zur Feststellung des erreichten Ausbildungsstandes abzulegen. Der schriftliche Teil wird zuvor an der Berufsschule absolviert.

Abschlussprüfung

Die Berufsausbildung endet mit bestandener Abschlussprüfung. Diese beginnt mit einem schriftlichen Teil zum Abschluss des letzten Blockes an der Berufsschule und wird an der Waldbauernschule mit dem praktischen Teil abgeschlossen.

Die bestandene Prüfung berechtigt zum Führen

der Berufsbezeichnung: Forstwirt oder Forstwirtin

 

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